Jeder Verkehrsteilnehmer hat schon einmal etwas vom „Toten Winkel“ gehört. Auto- bzw. Lkw-Fahrer wissen um die Gefährlichkeit dieser nicht einsehbaren Bereiche rund um das Fahrzeug. Der „Tote Winkel“ ist nicht durch die Rück- und Außenspiegel des Fahrzeugs einsehbar. Während man bei einem Pkw das Problem mit dem berühmten Blick über die Schulter in aller Regel lösen kann, so gestaltet sich das bei einem Lkw bedeutend schwieriger. Damit kann der „Tote Winkel“, insbesondere für Zweiradfahrer die sich in diesem nicht einsehbaren Feld aufhalten, zur Lebensgefahr werden.
Die Jugendverkehrsschule Göppingen führte am Mittwoch, 13. Juli und am Donnerstag, 14. Juli an der Daniel-Straub-Realschule in Geislingen Schulungen zum Thema „Toter Winkel“ durch. Zunächst erhielten die Schüler der Klassenstufe sechs durch Polizeihauptmeister Unterhiner einen Überblick über die Gefahren des „Toten Winkels“ und wie man diesen begegnen kann. In einem zweiten Teil verdeutlichte ein praktischer Versuch die Gefährlichkeit der Situation. Unterstützt von der Feuerwehr Geislingen, die einen Lkw stellte, wurde mit Hilfe von Pylonen der nicht einsehbare Bereich des „Toten Winkels“ markiert. Hierdurch konnte den Schülern verdeutlicht werden, wie groß dieser Bereich tatsächlich ist und wo es gefährlich ist, sich aufzuhalten. An den beiden Schulungen nahmen insgesamt 136 Schülerinnen und Schüler teil. Manch einer zeigte sich sehr beeindruckt von der Größe des „Toten Winkels“: „Da werde ich künftig noch besser aufpassen, wenn ich mit meinem Fahrrad neben einem Lkw anhalten muss“, meinte einer der sehr interessierten Teilnehmer.