Nach Abschluss der zweiwöchigen Bürgerbefragung zieht die Polizeidirektion Göppingen eine erste Bilanz. Fast alle angerufenen Bürgerinnen und Bürger aus dem Stauferkreis zeigten sich bei der Bürgerbefragung auskunftsbereit und brachten ihre Erfahrungen ein. Knapp 90 Prozent der Befragten bewerteten es positiv, dass die Polizei die Meinung der Bürger einholt. Nur in wenigen Einzelfällen wurde von den Angerufenen die Teilnahme abgelehnt.
10 Beschäftigte der Göppinger Polizeidirektion befragten in knapp 250 Stunden insgesamt 1048 Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Landkreis. Hierbei wurden Fragen unter anderem zum Sicherheitsgefühl und zur Arbeit der Polizei im Kreis gestellt. Die Befragung, die nun seit vergangenem Samstag abgeschlossen ist, verlief sehr erfolgreich.
Der Göppinger Polizeichef Martin Feigl zeigte sich zufrieden: „Ohne der Auswertung vorgreifen zu wollen, können wir jetzt schon sagen, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mit ihrer Polizei im Kreis Göppingen zufrieden ist. Aber auch die vereinzelt kritischen und konstruktiven Äußerungen nehmen wir uns zu Herzen. Nur so können wir unsere Arbeit kontinuierlich verbessern und uns gezielt auf die Belange der Bevölkerung einstellen. Ich danke allen Befragten für ihre Bereitschaft und Aufgeschlossenheit zur Teilnahme. Sie haben einen wertvollen Beitrag für die Polizeiarbeit im Kreis geleistet.“
Viele nutzten den Kontakt über die Befragung hinaus zur Polizei, und gaben über die Hotline wertvolle Hinweise. Dadurch wurden mehrere Straftaten und Ordnungswidrigkeiten bekannt, denen jetzt detailliert nachgegangen wird.
Die Alters- und Geschlechterverteilung der Angerufenen war für ein repräsentatives Befragungsergebnis zwingend erforderlich. Es zeigte sich, dass die Altersgruppen der berufstätigen Männer bis 64 Jahren schwerer am Telefon erreicht werden konnte, als die jüngere Generation. Dies führte dazu, dass gegen Ende des Befragungszeitraums gezielt ältere Personen am Festnetz gesucht wurden und Jüngere nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Manch Angerufener zeigte sich daraufhin enttäuscht und Einzelne hatten dafür weniger Verständnis. Wir bedauern dies. Selbstverständlich wurden Hinweise und besondere Anliegen auch der nicht Befragten über die Hotline entgegengenommen.
„Jetzt wird geprüft, inwieweit sich Handlungsbedarf für die polizeiliche Alltagsarbeit ergibt und in welchen Bereichen wir uns noch verbessern können. Hierzu ist eine detaillierte Auswertung der fast 20 000 erhobenen Datensätze erforderlich, die mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird, so dass die abschließenden Ergebnisse Anfang nächsten Jahres feststehen“, so der Leiter der Polizeidirektion Göppingen, Polizeidirektor Martin Feigl.
Für Rückfragen steht Ihnen Pressesprecher Rudi Bauer, Telefon: 07161/63-2030, zur Verfügung.