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Zusammenarbeit bei Vorsorge und Bewältigung von Gewaltvorfällen an Schulen beschlossen 

Schulamt und Polizei im engen Schulterschluss

 Polizeichef und Leiter des Staatlichen Schulamtes treffen sich zum Arbeitsgespräch:
  • enge Zusammenarbeit bei der Vorsorge und Bewältigung von Gewaltvorfällen an Schulen beschlossen,
  • Polizeidirektion setzt die Präventionsarbeit gegen Kriminalitätsgefahren im Internet fort

Zu einem sehr ergiebigen Arbeitsgespräch haben sich dieser Tage die Leiter des Staatlichen Schulamtes und der Polizeidirektion Göppingen, Hans-Jörg Polzer und Hans Baldauf getroffen. Vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in Winnenden und Wendlingen wurden auch die bestehenden Krisenpläne bei Amokläufen erörtert. Besprechungsgrundlage war die Verwaltungsvorschrift über die Zusammenarbeit von Schule und Polizei bei „Gewaltvorfällen“ allgemein. Dieses umfangreiche Werk von Kultus- Umwelt- und Innenministerium ist im Kreis Göppingen bereits umgesetzt.

Polizeidirektor Baldauf und Schulamtsleiter Polzer haben zur gemeinsamen Bewältigung solcher schlimmen Lagen einen engen Schulterschluss getroffen. So sind bereits Lage- und Detailpläne sämtlicher Schulen mit der Polizei ausgetauscht und beiderseitige Ansprechpartner benannt worden. Auch gemeinsame Begehungen aller Schulen von Polizei und Lehrern werden durchgeführt und die dortigen Krisenpläne regelmäßig aktualisiert.

Die Ansprechpartner für die Schulen sind die Leiter der Polizeireviere, was die Wichtigkeit der Bemühungen erst recht unterstreicht.

Beide Chefs, Hans-Jörg Polzer und Hans Baldauf, haben weitere Treffen vereinbart, die in halbjährlichem Turnus stattfinden. Außerdem werden bis zu acht Veranstaltungen in den Schulen im Landkreis im Jahr 2010 durchgeführt werden, um die Lehrer als Multiplikatoren für sämtliche Handlungsanleitungen zu gewinnen.

„Wir hoffen, dass der schlimmste anzunehmende Fall mit einem Amoklauf im Kreis Göppingen nie passieren möge“, betonen Polzer und Baldauf unisono, „wir müssen uns jedoch leider damit abfinden, dass es überall und jederzeit passieren kann. Das mussten Schule und Polizei in Winnenden auf so schmerzliche Weise im Frühjahr erfahren. Deshalb gilt es, gemeinsame Pläne zu entwickeln, um Vorsorge zu treffen und im Ernstfall professionell reagieren zu können“, so der Polizeichef und der Schulamtsleiter in ihrer Einschätzung.

Das Stichwort Kriminalitätsvorsorge prägte den zweiten Teil der Besprechung. Polizeidirektor Baldauf versprach, dass das Projekt „Kids online“ von Spezialisten der Polizeidirektion Göppingen fortgeführt werden wird. Dazu wurde eigens ein Ansprechpartner vom Polizeirevier Göppingen benannt, der die Prävention vor Internetgefahren für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis betreiben wird.